Glossar

Sie wissen nicht, was eine Bramme ist? Kein Problem. Hier finden Sie Erläuterungen zu Fachbegriffen und Abkürzungen rund um die ThyssenKrupp Steel Europe Welt.

A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z

A

Adjustage (Zurichtung)

Einrichtungen und Arbeitsvorgänge, die den Stahlerzeugnissen nach der Formgebung das gewünschte Aussehen geben (Richten, Schneiden usw.).

nach oben

AOD-Konverter

Spezialkonverter für rost-, säure- und hitzebeständige Stähle, in dem die Reduzierung des Kohlenstoffgehalts durch Einblasen von Argon und Sauerstoff erfolgt. AOD: Abkürzung für Argon Oxygen Decarburization.

nach oben

B

Bandblech

Aus Warmbreitband geschnittenes Blech, vorwiegend in Dicken bis 15 (max. 20) mm.

nach oben

Bandgießen

Hierbei wird in der bei ThyssenKrupp angewendeten Technologie flüssiger Stahl zwischen zwei rotierende Rollen gegossen, der anschließend zu einem Warmband erstarrt. Es erspart wegen des Wegfalls des konventionellen Warmwalzens einen kompletten Prozessschritt.

nach oben

Bramme

Kompakter Block aus Rohstahl. Produkt des Gießprozesses im Stahlwerk, der als Vormaterial der Walzwerke für die Erzeugung von Warmband oder Quartoblech dient.

nach oben

C

Coil

Zur Rolle gewickeltes Stahlband.

nach oben

D

Downstream-Aktivitäten

Weiterverarbeitungsstufen von Flachstahl mit hoher Wertschöpfung, z. B. Oberflächenveredelung, Stahl-Service oder Fügetechnik.

nach oben

E

Elektrostahl

Im Lichtbogenofen oder im Induktionsofen erschmolzener Stahl. Die Arbeitsweise der Elektrostahlöfen erlaubt die Herstellung chemisch beständiger Sorten, von Werkzeug- und Schnellarbeitsstählen, Sonderstählen für Maschinenbau, Flug- und Kerntechnik sowie von Magnetwerkstoffen.

nach oben

F

Feinblech

Flacherzeugnis in Dicken von 0,35 bis unter 3,00 mm: kaltgewalzte Flacherzeugnisse aus weichen oder höherfesten Sorten zum Kaltumformen. Diese werden überwiegend metallisch oder organisch beschichtet.

nach oben

G

Gießwalzanlage

Moderne Fertigungslinie auf Basis der Dünnbrammentechnik zur Herstellung von Warmband aus flüssigem Rohstahl in nur einem Produktionsschritt.

nach oben

Grobblech

Warmgewalzte Bleche mit einer Dicke von 3 mm und mehr. Grobblech wird in allen legierten und unlegierten Stahlsorten geliefert.

nach oben

H

Hüttensand

Mit Wasser abgeschreckte und glasig erstarrte (granulierte) Hochofenschlacke. Rohstoff für die Zementherstellung.

nach oben

Hochofen

Anlage zum Verhütten von aufbereitetem Eisenerz zu flüssigem Roheisen. Sie arbeitet nach dem Gegenstromprinzip. Anders ausgedrückt: Die Charge (bestehend aus Erz, Möller, Zuschlägen und Koks) wird von oben – meist über eine Drehschurre – aufgegeben. Ihr strömt der Wind entgegen, der in den gichtgasbeheizten Winderhitzern vorgewärmt wurde und der über die unten ringförmig über den Ofenquerschnitt angeordneten Blasformen eingeblasen wird. Als Reduktionsmittel dient Koks. Je nach der Beschickung und der Art des Betriebes kann man verschiedene Roheisensorten oder auch Ferrolegierungen erzeugen. Ein Ofen bleibt viele Jahre in Betrieb (Ofenreise). Leistung und Wirtschaftlichkeit eines Hochofens lassen sich durch größere Ofeneinheiten, automatische Beschickung, Möller-Aufbereitung, hohe Heißwindtemperatur, sauerstoffangereicherten Wind oder Gegendruck an der Gicht steigern. Nebenerzeugnisse des Hochofens sind Gichtgas und Hochofenschlacke.

nach oben

Hochofengas

Auch Gichtgas genannt, besteht zu einem Viertel aus Kohlenmonoxid (CO) und wird in einem modernen Hüttenwerk restlos verwertet.

nach oben

I

Innenhochdruckumformen

Innovatives Umformverfahren, bei dem in einem geschlossenen Werkzeug eine mit Druck beaufschlagte Flüssigkeit als Wirkmedium eingesetzt wird. Es ermöglicht die Fertigung äußerst komplexer Formen z. B. aus rohrförmigen Ausgangsteilen.

nach oben

K

Kaltband

Kaltreduziertes Flachprodukt in Breiten bis zu 2.000 mm und Dicken von 0,35 bis ca. 4 mm bei Qualitätsstahl. Die Vorteile kaltgewalzter Bänder im Vergleich mit Warmband liegen in der besseren Oberflächenqualität, geringeren Toleranzen und dünneren Abmessungen.

nach oben

Kaltwalzen

Umformverfahren, das im Anschluss an das Warmwalzen oder Bandgießen erfolgt. Das Walzgut wird im Walzspalt des Kaltwalzgerüstes durch Aufbringen von hohem Druck zwischen zwei Rollen auf eine vorgegebene Dicke reduziert. Tandem-Kaltbandstraßen für Qualitätsstahl bestehen aus bis zu fünf eng hintereinander angeordneten Walzgerüsten. Die Abgrenzung gegenüber demWarmwalzen erfolgt durch die Temperatur. Beim Kaltwalzen liegt die Walztemperatur immer unterhalb der Rekristallisationstemperatur, was immer ein anschließendes Glühen erforderlich macht.

nach oben

L

Legierung

Stahlwerkstoffe mit zusätzlichen metallischen und/oder nichtmetallischen Elementen (z. B. Kohlenstoff, Chrom, Silizium).

nach oben

M

Möller

Beschickung des Hochofens, bestehend aus eisenoxidhaltigen Einsatzstoffen und Zuschlägen.

nach oben

Multi-Processing-Line

Anlage, in der mehrere Prozessschritte in einem Durchgang erfolgen, die bei konventioneller Fertigung nacheinander in verschiedenen Aggregaten durchgeführt werden müssen.

nach oben

N

Nachhaltigkeit

Die gleichrangige Gewichtung von ökonomischen, sozialen und ökologischen Zielen und ihre vernetzte Betrachtung.

nach oben

O

Oberflächenveredelung

Korrosionsschutz bei Qualitätsflachstahl durch Beschichten mit metallischen (Zink, Nickel, Aluminium) oder organischen Überzügen (Farbe, Kunststoff).

nach oben

Oxygenstahl-Konverter

Feuerfest ausgekleidetes Gefäß zum Frischen (Umwandeln) von Roheisen in Stahl. Durch Aufblasen von Sauerstoff auf die Schmelze verringert sich der Kohlenstoffgehalt auf bis zu 0,1 %.

nach oben

P

Primer

Haftvermittler zwischen Stahl und einem Beschichtungswerkstoff, der direkt auf Stahl schlecht oder gar nicht haftet. Primer sind ausgezeichnete Schutzanstriche gegen Korrosion und Grundierungen für spätere Lacküberzüge.

nach oben

PVD/CVD

Abkürzung für Physical bzw. Chemical Vapor Deposition.
Oberflächenveredelung mit metallischen, organischen oder anorganischen Schichten durch Abscheiden aus der Gasphase.

nach oben

Q

Qualitätsstähle

Begriff aus DIN EN 10020 – „Begriffsbestimmungen für die Einteilung der Stähle“. Man unterscheidet unlegierte Stähle (Grundstähle, unlegierte Qualitätsstähle, unlegierte Edelstähle) und legierte Stähle (legierte Qualitätsstähle und legierte Edelstähle).

nach oben

Quartostraße

Anlage zur Herstellung von Grobblech mit einem Quarto-Gerüst (Vierwalzen).

nach oben

Querteilanlage

Diese dient zur Herstellung von Tafelblechen aus Breitband und zum Ablängen von Spaltbändern (Spaltband in Stäben). Zwischengeschaltet werden Richtmaschinen und Walkanlagen). Die Querteilanlage steht meist parallel zur Spaltanlage.

nach oben

R

ReflectionsOne®

Ein von Farbdesigner Friedrich Ernst v. Garnier entwickeltes, breit gefächertes Spektrum von Farben für das Bauen mit Stahl. Zwischenzeitlich wurden bereits zahlreiche Großbauten weltweit mit der neuen Farbigkeit erfolgreich realisiert.

nach oben

Reversiergerüst

Umkehrgerüst: Walzgerüst, das das Walzgut im Hin-und-her-Gang zwischen den nachstellbaren Walzen formt. Die Anlage besteht aus ein oder zwei Walzgerüsten, von denen mindestens eins mehrere Stiche im Umkehrbetrieb ausführt.

nach oben

Roheisen

ist gemäß DIN EN 10 001 eine Legierung aus Eisen und mehr als 2 % Kohlenstoff (C). Es kann zudem andere Elemente in gewissen Grenzen enthalten. (Mn < 30 %, Si < 8 %, P < 3 %, Cr < 10 %, andere < 10 %). Flüssiges Roheisen wird zu Stahl oder Gusseisen weiterverarbeitet. Stahlroheisen lässt sich in phosphorarme und phosphorreiche Sorten unterteilen.

nach oben

Rohstahl

Kann in flüssiger oder auch in fester Form vorliegen. In beiden Fällen handelt es sich um ein Roherzeugnis. Im flüssigen Zustand wird er für den Block-, Strang- oder Stahlguss verwendet.

nach oben

S

Schachtofen

Aggregat zur Erschmelzung von Roheisen aus bisher nicht verwertbaren eisenhaltigen Kreislaufstoffen des Hüttenbetriebs.

nach oben

Schlacke

Bei jedem Schmelzprozess entstehende oxidische Masse, die infolge ihres geringeren spezifischen Gewichtes auf der Roheisen- oder Stahlschmelze schwimmt. In die Schlacke überführt man die aus dem Eisenoxid abgetrennten unerwünschten Begleitelemente. Im erstarrten Zustand ist die Schlacke von glasiger oder steiniger Beschaffenheit. Hüttenwerksschlacke ist ein Werkstoff: Hochofenschlacke verarbeitet man zu Hüttenzement (Eisenportland- und Hochofenzement), Hüttensteinen, -bims, -kalk, Straßenbaustoffen, Gleisschotter und Schlackenwolle. Feingemahlene phosphorhaltige Konverterschlacke ist ein wertvolles Düngemittel.

nach oben

Schmelztauchveredelung

Das Blech oder Band wird hierbei durch Eintauchen in ein Bad aus geschmolzenem Metall (z. B. Zink, Zinn, Aluminium, Blei oder deren Legierungen) beschichtet. Maßnorm DIN EN 10143.

nach oben

Sekundärmetallurgie

oder Pfannenmetallurgie ist der Oberbegriff für alle Verfahren zur Desoxidation, Entgasung, Legierungsfeineinstellung, Einschlusseinformung und Reinheitsgradverbesserung von Stahl. Ein großer Teil von ihnen geschieht unter Vakuum.

nach oben

Simultaneous und Concurrent Engineering

Enge technische Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie zur werkstoff- und produktionsintegrierten Karosserieentwicklung.

nach oben

Sinter

In der Sinteranlage stückig gemachte Feinerze und Konzentrate. Das feinkörnige, eisenoxidhaltige Material wird dazu so weit erwärmt, dass es oberflächlich anschmilzt und zusammenbackt.

nach oben

Sinteranlage

Hier wird das ursprünglich feinkörnige Eisenerz mit verschiedenen Zusatzstoffen, Koks, Zuschlägen etc., versintert. „Sintern" ist ein kontinuierliches Verfahren zum Stückigmachen von Feinerz auf einem Sinterband. Dies ist notwendig, da das feinkörnige Erz in seinem Ursprungszustand nicht imHochofen eingesetzt werden kann. Dieses würde die Durchgasung des Hochofens beeinträchtigen.

nach oben

Sonderbaustähle

Werkstoffe, für die Hersteller aufgrund ihrer Entwicklungsarbeiten besondere Qualität ausweisen, die über das Anforderungsprofil von Normen hinausgeht.

nach oben

Spaltband

Warm- oder kaltgewalztes Breitband (Walzbreite > 600), das durch Längsteilen auf Spaltanlagen in Lieferbreiten < 600 mm geteilt (gespalten) wird. Lieferzustand in Rollen (Coils), aber auch abgelängt auf Band in Stäben. Das Spalten wird auch auf oberflächenveredelte Breitbänder angewendet.

nach oben

Stahl-Service-Center

Stahl-Service-Center sind moderne, leistungsstarke Anarbeitungsbetriebe mit einem umfangreichen Liefer- und Service-Programm aus Spaltbändern, Blechen und Zuschnitten in warm- und kaltgewalzter Ausführung, oberflächenveredelt und in Edelstahl. Sie verstehen sich als Bindeglied zwischen Walzherstellern und Stahlverarbeitern.

nach oben

Stainless

Englische Bezeichnung für Edelstahl Rostfrei.

nach oben

Standquette

Vorrichtung, in der die zu härtenden Bleche während des Abschreckvorganges mit Druckwasser durch hydraulisch aufgesetzte „Standfüße“ festgehalten werden. (Andere Bauart: Rollenquette, hier bewegt sich das Blech bei der Abschreckung zwischen Führungsrollen weiter.)

nach oben

Stoßofen

Ofen zum Aufheizen der Stranggussstücke (Brammen) auf Walztemperatur. Die Brammen werden durch den Ofen geschoben/gestoßen. Andere Bauart: Hubbalkenofen – die Brammen werden hier durch Anheben mittels der Hubbalken und Absetzen weiter vorne durch den Ofen transportiert.

nach oben

Stranggießen

Halbkontinuierliches Verfahren zur Herstellung von Brammen aus dem flüssigen Stahl. Dabei wird der Stahl über einem Verteiler in einer gekühlten Kokille gegossen, die die Abmessungen (Breite, Dicke) der Bramme bestimmt. Aus dieser Kokille tritt der Gießstrang mit gerade erstarrter Haut aus und wird während der weiteren Kühlung zwischen Rollen geführt, horizontal umgelenkt und durch Schneidbrenner auf die gewünschte Brammenlänge abgeteilt.

nach oben

Supply Chain Management

Supply Chain Management betrachtet die gesamte Lieferkette eines Unternehmens mit dem Ziel, den Informations- und Materialfluss zwischen seinen internen und externen Lieferanten, seinem produzierenden Bereich, seinen Distributoren und seinen Kunden zu optimieren.

nach oben

T

Tailored Blank

Platine, die aus einzelnen Stahlfeinblechen gleicher oder unterschiedlicher Güte, Dicke oderOberflächenveredelung entsteht und deren Teile z. B. durch Laserstrahl verschweißt sind. Tailored Blanks sind umformbar und werden entsprechend den speziellen Kundenanforderungen maßgeschneidert.

nach oben

Tandemstraße

Anlage, bei der die Walzgerüste hintereinander (Tandem-Anordnung) stehen. Tandem-Kaltbandstraßen bestehen im Allgemeinen aus zwei bis fünf eng zusammengerückten Duo-, Quarto-, oder Sexto-Gerüsten, die das Walzgut ein oder mehrere Male durchläuft.

nach oben

Torpedopfannen

Spezielle schienengebundene Transportbehälter für flüssiges Roheisen. Sie fassen bis zu 300 Tonnen Roheisen bei einer Temperatur von etwa 1.500 °C.

nach oben

Tränenbleche

Warmgewalzte Bandbleche mit Tränenmuster, Verwendung als Belagbleche.

nach oben

U

ULSAB

Ultra-Light-Steel-Auto-Body. Das ULSAB-AVC (Advanced Vehicle Concepts) Programm ist ein wichtiges Element der ständigen Bemühungen der internationalen Stahlindustrie, die Zukunft des Werkstoffs Stahl als erste Wahl für Automobilhersteller zu sichern.

nach oben

V

Vakuumanlage

Aggregat zur Nachbehandlung von Stahl unter stark vermindertem Druck, mit dem sich besonders gute Reinheitsgrade, niedrige Gasgehalte und enge Legierungstoleranzen erzielen lassen. Damit können hohe Qualitätsanforderungen erfüllt werden.

nach oben

Vergütungen

Wärmebehandlungsart mit Härten (Abschrecken von hoher Temperatur) und Anlassen (Glühen bei niedrigerer Temperatur).

nach oben

Verschleißwiderstandsfähige Stähle

Gruppe von Stählen, die aufgrund ihrer Gefügeart und/oder Härte einen hohen Verschleißwiderstand bei reibender oder schlagender Beanspruchung haben. ThyssenKrupp Markenname: XAR®.

nach oben

W

Wärmebehandlung von Grobblechen

Glühbehandlungen der Grobbleche in Öfen, um bestimmte Gefügearten und somit Eigenschaften einzustellen, die so nicht unmittelbar im Walzprozess erzielbar sind.

Übliche Verfahren:

  • Wasser- oder Ölhärten und ggf. Anlassen
  • Normalglühen und ggf. Anlassen

nach oben

Warm(breit)band

Warmgewalztes Erzeugnis mit rechteckigem Querschnitt von mindestens 600 mm Breite, das unmittelbar nach dem Walzen zu Rollen (Coils) mit möglichst genau aufeinander liegenden Kanten (uhrfederartig) aufgewickelt wird. Herstellung auf Warm(breit)bandstraßen, überwiegend kontinuierlich in Dicken von 1,5 bis 25,0 mm und Breiten bis 2.000 mm. Warm(breit)band dient als Vormaterial für Fein- und Grobbleche sowie Kalt(breit)band.

nach oben

Warmbreitbandstraße

Fertigungsstraßen zur Herstellung von Warmbreitband. Vollkontinuierliche Anlagen bestehen aus einem oder mehreren Vorgerüsten sowie einer Fertigstraße mit sieben Fertiggerüsten.

nach oben

Warmwalzen

Umformverfahren. Das Walzen bei hohen Temperaturen ermöglicht dabei eine große Dickenreduzierung, so dass z. B. die eingesetzte Bramme zu dünnem Warmbreitband umgeformt wird.

nach oben

Weißblech

Verzinntes, kaltgewalztes Feinstblech in Nenndicken von 0,17 bis 0,49 mm, doppeltreduziertes Weißblech von 0,14 bis 0,29 mm aus weichem, unlegiertem Stahl nach DIN EN 10203. Das Aufbringen des Zinns geschieht auf elektrolytischem Weg einseitig oder beidseitig in gleicher oder auch unterschiedlicher Auflagendicke („differenzverzinnt"). Zinnauflage gestaffelt von 1,0 bis 10 g/m² je Seite. Eine zusätzliche Lackierung kann die Korrosionsbeständigkeit verbessern. Verwendung zum weitaus größten Teil in der Verpackungsindustrie (mit hoher Recyclingrate!), auch für Haushalts- und Spielwaren. Technische Lieferbedingungen in DIN 10205.

nach oben

Weichmagnetische Stähle

zeichnen sich durch eine leichte Magnetisierbarkeit, hohe Permeabilität und geringe Ummagnetisierungsverluste aus. Das Gefüge sollte möglichst wenig Gitterfehler und innere Spannungen aufweisen, um die Blochwandbewegungen zu erleichtern. Un- oder niedriglegierte Sorten kommen in der Starkstromtechnik zum Einsatz. Dynamo- und Transformatorenbleche sind mit Si legiert, um die Wirbelstromverluste gering zu halten.

nach oben

Z

Zähigkeit

Die durch Verformung oder eine andere Art der Energieumwandlung bis zum Bruch gespeicherte Arbeit.

nach oben

Zugfestigkeit

Maximum der Spannungs-Dehnungs-Kurve, die im Zugversuch ermittelt wird. Errechnet sich aus dem Quotienten aus der maximalen Zugkraft und dem Ausgangsquerschnitt der Probe. Maßeinheit: MPa.

nach oben

Zunder

Oxidschicht, die sich beim Glühen, Walzen oder Schmieden von Stahl auf dessen Oberfläche bildet. Eine Zunderdecke besteht aus mehreren Oxidationsschichten, die sich chemisch unterscheiden (Walzhaut).

nach oben

Zurichtung (Adjustage)

Einrichtungen und Arbeitsvorgänge, die den Stahlerzeugnissen nach der Formgebung das gewünschte Aussehen geben (Richten, Schneiden usw.).

nach oben

nach oben